::: Trump... und nun? :::
Trump... und nun?

Es war eine wahre Schlammschlacht. Keiner ließ ein gutes Haar am anderen. Eine Enthüllung folgte der nächsten. Doch nun steht das Ergebnis fest. Der 45. Präsident der USA heißt Donald Trump.
Ungleicher hätten die Kandidaten nicht sein können. Denn in ihren Wahlprogrammen hatten Frau Clinton und Herr Trump nicht viele Übereinstimmungen. Doch das heißt nicht, dass einer der beiden die bessere Wahl gewesen wäre.
Im Hinblick auf LGBT-Rechte und Rechte für anderer Minderheiten wäre Hillary Clinton sicher die erste Wahl. Denn Donald Trump lehnt die Homo-Ehe ab. Auch sieht er kein Rassismus-Problem der Polizei in den Vereinigten Staaten. Alle illegalen Einwanderer in den USA sollen seiner Meinung nach sofort abgeschoben werden. Nach seinen Aussagen soll auch eine Mauer zu Mexiko gebaut werden, die Kosten dafür solle aber Mexiko tragen.
Für den wirtschaftlichen Aspekt bringt Trump sicherlich Schwung in die marode Struktur der USA. So will er nach z.B. China ausgelagerte Arbeitsplätze wieder ins eigene Land zurückholen. Umgesetzt könnte dies werden durch Strafzölle und durch eine Regulierung des Bankensystems. Auch bei "Obamacare", der unter Obama verabschiedeten Gesundheitsform, ist man sich nicht einig. Trump möchte diese wieder abschaffen und für mehr Wettbewerb auf dem Markt sorgen. Hillary wäre für einen Ausbau gewesen.

"Der Gewinner bekommt sie alle"

Im Januar ist es dann soweit, Donald Trump (70) wird sein Amt als 45. Präsident der USA antreten. Doch es war ein knappes Wahlergebnis. Zwar hatte Hillary mehr Stimmen als Trump gesammelt, doch das Wahlsystem der USA besagt "the winner takes it all". Soll heißen das in der USA nicht direkt der Präsident gewählt wird, sondern die Wahlmänner ihn bestimmen. Wer einen Bundesstaat für sich entscheidet, egal wie knapp, bekommt alle Wahlmänner zugesprochen. Ausnahmen bilden nur einige wenige Bundesstaaten in denen nach dem Verhältnis der erhaltenen Stimmen gesplittet wird. Zwar gibt es die Möglichkeit, dass sich die Wahlmänner gegen den Gewinner entscheiden könnten, dies kam aber in der Geschichte der USA nie in ausreichendem Maße vor.

Doch nicht alle sind einverstanden...

Klar ist das nie alle mit einer Wahl zufrieden sein werden, schließlich hat ein Teil ja anders gewählt. Doch in Hinsicht auf Trump gibt es massive Proteste aus der Bevölkerung von Demonstrationen bis hin zu Randalen. Es ist die Angst vor der ungewissen Zukunft, die viele Menschen auf die Straßen treibt. Ist Trump doch als sehr impulsiver und auch leicht cholerischer, dickköpfiger Milliardär bekannt. Einige Amerikaner hoffen oben genanntes Schlupfloch nutzen zu können, so dass sich die Wahlmänner noch gegen Trump entscheiden. Mit Flyeraktionen und ähnlichem versucht man, diese für Hillary zu gewinnen. Doch die Chancen darauf sind wohl eher gering bis nicht vorhanden.

Was heißt das für die LGBT-Community?

Genaues wird sich erst mit der Zeit zeigen. Aber sicher ist das die nächsten 4 Jahre für die Betroffenen nicht einfach werden. Mit Zugeständnissen an die Community seitens Trump ist definitiv nicht zu rechnen. Hoffnung besteht nur, dass der Senat anders entscheidet, denn dieser muss in vielen Punkten seine Zustimmung für Gesetzesänderungen von Trump geben oder verweigert sie eben. Auch können dort Änderungen oder gar eigene Gesetze verabschiedet werden. Ein Großteil des neu gewählten Senates gehört zwar der repuplikanischen Partei an, welcher auch Trump angehört, doch das hat nichts zu heißen. Denn Trump ist nicht gerade unumstritten in seiner Partei. Am Ende klären aber vielleicht auch einfach die amerikanischen Gerichte zu Gunsten der LGBT-Community. Bleibt einfach nur zu hoffen und die Daumen zu drücken für die unseren in Übersee.



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