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bearbeitet: 06.01.2010 13:48
06.01.2010 13:47
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Da in dem Thread Wehrpflicht schon so viel über Preußen diskutiert wurde, habe ich mich dazu entschlossen, diesem Thema mal einen eigene Plattform zu widmen.
Also, das Königreich Preußen existierte von 1701 - 1918 und um das soll es hier gehen.
Ich selbst habe für mein Abitur eine Arbeit über "Die zwei Gesichter Preußens" verfasst und lege auch meinen Schwerpunkt darauf in meinem derzeitigen Geschichtsstudium an der TU Dresden.
Ein sehr interessanter Staat wie ich finde und kaum zu vergleichen mit den anderen traditionellen Nationen Europas.
Also legt los!
Was fällt euch zu Preußen ein?
Was wisst ihr vielleicht über Preußen?
Anekdoten, Fakten, Diskussionen, Herrscher.....
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(kein Bild)
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bearbeitet: 06.01.2010 13:55
06.01.2010 13:54
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CF330
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Spontan fällt mir zu Preußen Kaliningrad, also das ehemalige Könisgberg, ein.
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bearbeitet: 06.01.2010 15:39
06.01.2010 15:37
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Zuerst würde ich mal scharfsinnig behaupten wollen, dass das Königreich Preußen als Staat nicht bis 1917 existierte, sondern ab 1871 Teil des 2.Reiches war...
Aber um chronologisch zu beginnen, wohl ein Staat, der die beginnende Industrialisierung und auch die Veränderungen des französischen Revolution verschlief ("Der deutsche Michel"), ergo in seiner östlichen Ausdehnung bis zur Gründung der DDR ein rückständiger Agrarstaat blieb. Dies verbunden mit einem überholten Militärbild, das nicht mehr der Wirklichkeit des beginnenden 19.Jhds. entsprach, ohne Volksheer etc. Dies konnte erst in Ansätzen durch Stein, Hardenberg und Scharnhorst beseitigt werden, allerdings blieb auch hier der Kolps im Halse stecken.
Generell blieb es im 19.Jhd. auch berüchtigt für seine Demokratiefeindlichkeit und Fortschrittsfeindlichkeit, ob es sich nun um die Vormärzler handelte oder die aufkeimende Arbeiterbewegung, die königliche Reaktion erstickte im Keim diese kleinen Pflänzchen, gipfelnd in der größenwahnsinnigen Gründung eines 2.Reiches, das unter preußischer Führung eines größenwahnsinnigen Kaisers und seiner Finanziers hochmilitarisiert wurde und einen Krieg begann unter dem die Welt bs heute zu leiden hat. (Nicht zu vergessen, dass die alten preußischen Eliten auch beim 2.Wk dann federführend waren...)
Heute terrorisieren uns vermeintliche Vertriebene (Erika Steinbach und Westpreußin? Dass ich nicht lache...) mit ihren ewigen revanchistischen Sprüchen nach "Vergeltung an den Polacken"...
Tolles Königreich!
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06.01.2010 18:29
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Dein Scharfsinn lässt dich im Stich.
Es existierte bis 1918, jeder deutsche Staat behielt im 2ten Reich seine Unabhängigkeit.
Es gab weiterhin einen preußischen König (auch wenn er gleichzeitig deutscher Kaiser war).
Schon mit der Einführung des Allgemeinen Preußischen Landrechts (1794) war Preußen einer der ersten Rechtsstaaten der Welt.
Schon unter dem Soldatenkönig wurde die Schulfpflicht eingeführt und es wurden Krankenhäuser für Arme errichtet, die diese kostenlos nutzen durften und auch kostenlose Medizin bekamen.
Nahezu die Hälfte des Landrechtes findet sich heute in fast dem genauen Wortlaut in unserer Verfassung wieder.
Zu Industrialisierungszeiten war Deutschland zwar "Spätzünder", dafür später das am hochentwickelste Industrieland.
Das Deutsche Kaiserreich überraschte mit seiner fortschrittlichen demokratischen Verfassung, sowie die Sozialgesetzgebung Bismarcks (die übrigens unter heftigen Protest der Sozialdemokraten verabschiedet wurde).
Dass Kaiser Wilhelm II. den Weltkrieg wollte ist so nicht wahr. Darüber sind sich die Historiker einig, er war ein Kriegsgegner.
Deutschland hat auch keinesfalls auf einen Weltkrieg hingearbeitet, das zeigen etliche Reden des Kaisers und nüchterne Fakten.
Im Jahre 1913 war ein großer Teil der deutschen FLotte überall auf den Weltmeeren verteilt, nur 53% der tauglichen Männer wurden eingezogen, wohingegen es in Frankreich und Großbritanninen über 70% waren.
Sprich: Das Deutsche Kaiserreich war in keinerlei Hinsicht kriegsbereit.
Dabei hab ich die Einführung der Kartoffel (1754), die Religionsfreiheit (1750er Jahre), die Gleichberechtigung der Juden (1806, während sie in Frankreich noch bis Ende des 19ten Jahrhunderts bespuckt wurden), Abschaffung der Leibeigenschaft usw.
Preußen wurde als das gelobte Land der Toleranz gefeiert, sein Militarismus sorgte für eine gut durchorganisierte Staatsführung, Toleranz gegenüber Minderheiten, keine Staatsverschuldung, eine konsolidierte Macht, einheitliches Recht.
In Preußen war stets die Meinung frei und jede durfte sie äußern, sofern es nicht Majestätsbeleidigung war.
Im Großen und Ganzen, ein nur zu lobender Staat.
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06.01.2010 20:00
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Darüber sind sich die Historiker einig, er war ein Kriegsgegner.
Dieser Satz disqualifiziert dein ganzes Pamphlet, ich werd nicht mehr...
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bearbeitet: 06.01.2010 20:17
06.01.2010 20:16
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ich verstehe, du weißt also, über was sich die Historiker einig sind?
Du hast Bücher über Wilhelm II. gelesen?
Du hast dir seine Reden durchgelesen (und nicht nur die Hunnenrede)?
dann bitte, argumentiere basierend auf diesen Sachen.
und es ist kein Pamphlet sondern ein Diskussionsbeitrag.
Du bist in deiner Meinung verfangen und versuchst von da aus für alles einen Grund zu finden, der in diese Meinung passt.
Du magst Wilhelm II. nicht, also muss er für dich auch ein Kriegstreiber gewesen sein.
Wirklich sehr seriös, Hut ab.
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06.01.2010 21:10
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In Preußen war stets die Meinung frei und jede durfte sie äußern, sofern es nicht Majestätsbeleidigung war.
Ist das dann Meinungsfreiheit?
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06.01.2010 21:14
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aber sicher doch.
Beleidigungen sind schließlich keine wirklichen Meinungsäußerungen oder?
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06.01.2010 21:56
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aber sicher doch.
Beleidigungen sind schließlich keine wirklichen Meinungsäußerungen oder?
Was ist mit den Sozialistengesetzen, unterzeichnet durch Wilhelm I? Reaktion auf Majestätsbeleidigung...?
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bearbeitet: 06.01.2010 23:12
06.01.2010 23:10
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ok verzeih mir, ich habe eine zeitliche Eingrenzung vergessen.
Bis zu den Sozialistengesetzen und danach dann wieder^^
da hast du natürlich Recht ja, das war nich so prickelnd.
Sone Gesetze sind einfach nur daneben.
Bin ich auch n Gegner von.
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bearbeitet: 06.01.2010 23:43
06.01.2010 23:37
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Im Jahre 1913 war ein großer Teil der deutschen FLotte überall auf den Weltmeeren verteilt, nur 53% der tauglichen Männer wurden eingezogen, wohingegen es in Frankreich und Großbritanninen über 70% waren.
Ich glaube ich verstehe zu viel von Mathematik, dass mich dieser Satz, aus deinem Munde, so amüsiert.
Ich bin einer der Glücklichen, die es heutzutage nicht sind.
Mal ehrlich, ich kenne mich in Geschichte nicht wirklich aus, aber Preußen war genauso eine Diktatur wie alle anderen Länder dieser Zeit ebenfalls.
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07.01.2010 00:59
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Ich weiß, dass Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen derzeit das Oberhaupt der Familie Hohenzollern ist und daher auch der Anwärter auf den Thron, wenn es das Reich noch gäbe. Meine politische Einstellung ist Kronloyal, deshalb finde ich es schade, dass wir keine Monarchie mehr sind. Wenn es Großbritannien schafft ein Parlament sowie eine Königsfamilie zu haben, können wir es schon lange xDD
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07.01.2010 09:54
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Zu welcher Krone bist du denn loyal und wie äußert sich das? Oder ist es doch nur eine SVZ oder StudiVZ- Einstellung  ...
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bearbeitet: 07.01.2010 11:39
07.01.2010 11:38
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@ Kunibert
Falsch, Preußen war keine Diktatur, sondern eine Monarchie.
Und ein Monarch ist kein Diktator.
Drittes Reich, DDR, Sowjetunion das waren Diktaturen.
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bearbeitet: 07.01.2010 20:05
07.01.2010 20:01
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ch verstehe, du weißt also, über was sich die Historiker einig sind?
Du hast Bücher über Wilhelm II. gelesen?
Du hast dir seine Reden durchgelesen (und nicht nur die Hunnenrede)?
dann bitte, argumentiere basierend auf diesen Sachen.
und es ist kein Pamphlet sondern ein Diskussionsbeitrag.
Du bist in deiner Meinung verfangen und versuchst von da aus für alles einen Grund zu finden, der in diese Meinung passt.
Du magst Wilhelm II. nicht, also muss er für dich auch ein Kriegstreiber gewesen sein.
Wirklich sehr seriös, Hut ab.
Was für "Historiker"? Joachim Fernau?
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